Ziele und Motivation

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Kinder haben immer weniger Möglichkeiten, sich auszutoben, im Freien zu spielen und Sport zu betreiben. Und gerade das ausgelassene Spielen, Sporteln und Herumtoben fördert die psychische, soziale und kognitive Entwicklung und schützt Kinder vor Unfällen. Bewegungsmangel ist langfristig ein enormer Gesundheitsmangel“, warnt Univ. Prof. Dr. Elmar Kornexl von den Sportwissenschaften der Universität Innsbruck: Die Entwicklung ist alarmierend und beginnt schon in Jugendjahren: 54 Prozent der Kinder weisen bereits eine Störung der Muskulatur auf. In der Lebensbilanz eines Durchschnittsbürgers zeigt sich der Trend hin zur „Sitzgesellschaft“:  

Sportwissenschaftler Univ. Prof. Kornexl: „Haltungs-, Herz-Kreislaufschäden, Übergewicht und psychische Verhaltensauffälligkeiten sind die Folge.“

Das ASC will hier gezielt ansetzen und Bewegungsarmut entgegenwirken und Freude an Sport und Bewegung fördern.

Im Jahr 2016 besuchten bis zu 500 Kinder täglich das Abenteuer Sportcamp, gesamt nahmen fast 2.700 Kinder teil. Bei täglich 7 Stunden sportlicher Bewegung und Training zeichnet der Verein Abenteuer Sportcamp somit für rund 90.000 Bewegungsstunden verantwortlich.

 

Mit einer sozialen Preisgestaltung soll auch in Zukunft die Teilnahme von Kindern mit sozial schwächerem Hintergrund ermöglicht werden.

Im Jahre 2008 wurde das ASC für die langjährigen integrativen Bemühungen mit dem Chance Leben Preis des Landes Vorarlbergs / Abteilung Büro für Zukunftsfragen ausgezeichnet. Dank gelebter Inklusion konnte vielen Kindern mit Behinderung oder Beeinträchtigung die Teilnahme am Camp zu ermöglichen. Im Sommer 2014 begann eine Zusammenarbeit mit dem Verein Spagat (Institut für Sozialdienste).

Des Weiteren nehmen immer wieder auch Kinder aus anderen karitativen Einrichtungen oder auch Flüchtlingskinder zu Sonderkonditionen  am Kindersportfestival teil.

Sportliche Vielfalt und keine frühzeitige Spezialisierung im ASC

Kinder sind wohl von Natur aus keine Spezialisten, sondern Allrounder. Ihre sogenannte Frühspezialisierung mit einseitigen und aus dem Erwachsenenbereich kopierten Belastungsanforderungen zahlt sich daher in der Regel nicht aus. Im Gegenteil: es können zum einen Entwicklungsdisharmonien und Motivationsverluste auftreten, die nicht selten zum vorzeitigen Ausstieg bzw. Unlust zum Sportreiben führen. So macht es auch wenig Sinn, ein Kind zum Tennistraining anzumelden, wenn es im Vorfeld nicht genügend mit Bällen gespielt hat. In der Sportmedizin wird allgemein empfohlen, mit der sportlichen Intensivförderung des Kindes in jedem Fall zu warten, bis die Adoleszenz einsetzt. Bis zum Alter von etwa 13 Jahren sollten Kinder ohne Druck eine Vielzahl von Sportarten betreiben können, die ihnen Spaß machen und ihr Bewegungsvermögen in vielerlei Hinsicht schulen.

Kinder brauchen zuerst einmal reichhaltige Bewegungserfahrungen wie sie u. a. in Kindergärten, Schulen, durch organisierte Bewegungsangebote in den Turn- und Sportvereinen oder eben beim Kindersportfestival in spielerischer Form Berücksichtigung finden.

Das große Vorarlberger Kindersportfestival ist im Prinzip ähnlich zu sportartspezifischen Trainingslagern aufgebaut, allerdings mit dem großen Unterschied, dass beim ASC nicht nur eine einzelne Sportart präsentiert und trainiert wird, sondern ganz im Sinne der motorischen Vielfältigkeit eine unglaubliche Vielzahl von Sportarten, motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten geübt wird.

Zusätzlich wird ein extremer Sicherheitsaufwand (eigene Software, Camp-Manager, etc.) und ein riesiger Materialaufwand mit ca. 70 Stapelbehälter Spielmaterial pro Campschiene betrieben. Auch die Betreuungsquote von mindestens 1 zu 8 (ein Betreuer auf maximal 8 Kinder) und die angebotenen Fortbildungsaktivitäten zeichnen das Vorarlberger Kindersportfestival als einzigartige Veranstaltung aus.

Nicht umsonst wird das Kindersportfestival neben 20 Vorarlberger Gemeinden auch vom Land Vorarlberg und der Initiative Sicheres Vorarlberg unterstützt.

Gleichbehandlung für alle!

Respektvolle Förderung statt Überforderung!

Erziehung zu Fairness und
Verantwortung für die Umwelt