Kopfläuse – Information

Kopfläuse – Information

10. August 2017

KOPFLÄUSE – Information

 

Sehr geehrte Eltern bzw. Erziehungsberechtigte!

Kopflausbefall tritt derzeit leider wieder verstärkt in Schulen und Kindergärten auf. Leider ist uns auch ein Fall beim Abenteuer Sportcamp in Mäder gemeldet worden. Wir möchten Sie daher vorbeugend über dieses Problem informieren und haben einiges Wissenswertes zusammengetragen.

 Kopfläuse treten trotz der bei uns herrschenden guten hygienischen Verhältnisse bei Kindern und Erwachsenen immer wieder auf. Während früher mangelnde Körperpflege als Ursache galt, weiß man heute, dass sich die Kopfläuse auch im sauberen Haar wohlfühlen können. Kopfläuse verbreiten sich sehr schnell, besonders in der Schule, Kindergarten oder eben in einem Sportcamp, da Kinder dort in unmittelbarem Kontakt miteinander sind.

Die wichtigsten LÄUSEREGELN

 _Läuse sind harmlos. Sie übertragen keine Krankheiten. Verlausung ist keine Krankheit.

 _Fehlzeiten in Kindergarten, Schule oder eben Abenteuer Sportcamp wegen Kopfläusen sollen die absolute Ausnahme sein. Personen, die verlaust sind, dürfen Gemeinschaftseinrichtungen nicht besuchen. Wird bei einem Kind im Kindergarten, Schule oder Camp eine Verlausung festgestellt, so darf dieses Kind die Einrichtung jedoch bis zum regulären Schul- oder Betreuungsende weiter besuchen. Leiten die Eltern noch am selben Tag eine wirksame Behandlung ein, sind die betroffenen Kinder sofort wieder zum Besuch von Kindertageseinrichtung, Schule oder eben Abenteuer Sportcamp zuzulassen.

 _Eine Läusenachschau in der Einrichtung wird nicht mehr empfohlen.

Eine solche ‚Reihenuntersuchung’ durch medizinisches Fachpersonal ist nicht geeignet‚ eine Verlausung mit ausreichender Sicherheit festzustellen oder auszuschließen. Eine solche ‚Nachschau’ ist daher keine hilfreiche Maßnahme, eine Verlausung nachhaltig zu beenden. Das Gesundheitsamt empfiehlt dagegen zum Nachweis von Kopfläusen das Auskämmen des feuchten Haares mit einem feinen Kamm (Läusekamm). Dies erfordert nur wenige Minuten und erfolgt sinnvollerweise zu Hause durch die Erziehungsberechtigten.

 _Nur der Nachweis lebender Läuse rechtfertigt eine Behandlung mit Läusemitteln. Der erstmalige Nachweis von Nissen sollte Anlass sein, durch Auskämmen der feuchten Haare nach Läusen zu suchen. Nissen, die im Haar des Kindes entdeckt werden, deuten zumeist auf einen früheren Läusebefall hin. Sie beweisen keine aktuelle Verlausung. Daher ist eine wirksame Läusebehandlung nur erforderlich, wenn bei der gezielten Suche im feuchten Haar auch lebende Läuse nachgewiesen werden.

 _Nur insektizidhaltige Läusemittel (Läusegifte) führen mit ausreichender Sicherheit zu einer Beendigung einer Verlausung. Wegen des typischen Vermehrungszyklus der Laus sollte eine solche wirksame Behandlung aber in jedem Falle zwei Mal im Abstand von 8-10 Tagen erfolgen. ‚Hausmittel’ oder sogenannte ‚sanfte Mittel’ führen oft nicht mit ausreichender Sicherheit zu einer dauerhaften Läusefreiheit.

 _Nissenfreiheit ist für die Wiederzulassung zur Gemeinschaftseinrichtung nicht erforderlich. Die erfolgreiche Behandlung einer Verlausung beschränkt sich auf die Abtötung der Läuse. Ein systematisches Auskämmen von Nissen hat keinerlei Bedeutung für eine erfolgreiche Läusetherapie.

 _Gezielte Wasch- oder Putzaktionen sind nicht erforderlich. Weder in der Wohnung des Betroffenen, noch in der Gemeinschaftseinrichtung, tragen Läuse oder Nissen, die vom Kopf gefallen sind, zu einer Weiterverbreitung der Verlausung bei. Daher sind gezielte Wasch- oder Putzaktionen, das Einfrieren oder Wegschließen von Kuscheltieren, Mützen, Spielzeug oder Fahrradhelmen etc. für eine erfolgreiche Läusebehandlung nicht erforderlich und werden nicht mehr empfohlen.

 _Ein ärztliches Attest zur Wiederzulassung ist nur bei wiederholtem Befall sinnvoll. Sind Eltern beim Auftreten einer Verlausung über die sinnvollen und erforderlichen Maßnahmen ausreichend informiert, so ist eine ärztliche Diagnose oder Bescheinigung nicht erforderlich. Eltern sollten den Arzt aufsuchen, wenn sie bei der Diagnose oder Behandlung unsicher sind oder wenn eine Verlausung trotz Berücksichtigung der Empfehlungen nicht sicher zu beenden ist.

_In jedem Falle sollten alle Familienmitglieder ebenfalls auf Läuse hin kontrolliert werden und bei nachgewiesenem Befall ebenfalls behandelt werden.

_Die Kopfläuse haben eine hellgraue bis braune Farbe und sind ca. 3mm groß. Die geschlechtsreifen Weibchen legen täglich 4 – 8 Eier (Nissen), die an den Kopfhaaren, nahe der Kopfhaut, mithilfe einer Kittsubstanz angeklebt werden. Nach einigen Tagen schlüpfen die jungen Larven. Sie durchlaufen mehrere Entwicklungsstadien, so dass nach ca. 3 Wochen eine neue Generation der Kopfläuse entsteht. Bevorzugte Aufenthaltsorte von Kopfläusen sind die Haare an den Schläfen, hinter dem Ohr und im Nacken.

 _Die Übertragung der Kopfläuse, die nicht springen, sondern nur kriechen können, kann

  • durch Wandern von Mensch zu Mensch
  • durch gemeinsam benutzte Kämme, Haarbürsten, Kopfpolster, Decken usw.
  • in Garderoben von Mütze zu Mütze, von Hüten, Schals und anderen Kleidungsstücken erfolgen.

Was zu tun ist

– So schnell wie möglich alle Familienmitglieder auf Kopfläuse untersuchen.

– Es kann recht schwierig sein, sie zu entdecken, da sie sehr klein und flink sind. Am Besten ist es, einen feinen Kamm zur Hilfe zu nehmen.

  1. – Teilen Sie das feuchte (handtuchtrockene) Haar in Strähnen ein.

– Arbeiten Sie nur an einer Strähne; setzen Sie den Kamm so nah wie möglich am Kopfansatz an, und ziehen Sie den Kamm langsam durch die ganze Länge.

– Wischen Sie nach jedem Zug den Kamm an einem Tuch ab, und sehen Sie nach, ob Sie Läuse finden.

  1. Wiederholen Sie dies, bis der gesamte Kopf durchgekämmt ist oder bis Sie eine lebende Laus gefunden haben.

Wie erkennt man, dass man Kopfläuse hat?

Verdächtig ist starkes Jucken der Kopfhaut.

Beim Nachsehen soll das Strich für Strich gescheitelte Haar genau untersucht werden, besonders gründlich die Schläfen-, Ohren-, und Nackenregion. Eine Leselupe kann dabei eine nützliche Hilfe leisten. Zu achten ist nicht nur auf die Kopfläuse, sondern auch auf die fest an den Haaren haftenden weißlichen Nissen. Sie haben eine Länge von ca. 1mm.

Was ist zu tun, wenn Ihr Kind Läuse hat?

Keine Panik. Läuse sind lästig, aber nicht gefährlich. Versuchen Sie ihrem Kind zu versichern, dass Kopfläuse nichts sind, wofür man sich schämen muss und dass sie weit verbreitet sind.

Untersuchen Sie die Haare aller Familienmitglieder, und behandeln Sie jeden, der befallen ist, noch am selben Tag.

Informieren Sie jeden, der innerhalb der letzten zwei Wochen engen Kontakt zu Ihrem Kind hatte.

Kopfläuse? Es ist leicht, es mit ihnen aufzunehmen, wenn alle zusammen arbeiten!

 Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

Wir hoffen, dass der Kopflausbefall tatsächlich ein Einzelfall ist und Ihr Kind weiterhin eine tolle Zeit im Abenteuer Sportcamp verbringt.

Mit freundlichen Grüßen,

Mag. Wolfgang Bauer

www.abenteuer-sportcamp.at